Die Aufgaben eines Interim Managers können je nach Unternehmen variieren. In der Praxis lassen sich jedoch mehrere typische Verantwortungsbereiche erkennen.
Analyse bestehender Prozesse
Zu Beginn eines Projekts analysiert ein Interim Manager meist die bestehenden Compliance- und Reportingstrukturen.
Dabei werden unter anderem folgende Fragen untersucht:
- Werden alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt?
- Sind Prozesse ausreichend dokumentiert?
- Gibt es wirksame Kontrollmechanismen?
- Sind Reportingstrukturen effizient organisiert?
Auf dieser Grundlage werden Verbesserungspotenziale identifiziert.
Aufbau strukturierter Kontrollsysteme
Ein wichtiges Ziel vieler Projekte ist der Aufbau eines internen Kontrollsystems (IKS).
Ein solches System stellt sicher, dass:
- Prozesse nachvollziehbar dokumentiert sind
- Risiken frühzeitig erkannt werden
- Verantwortlichkeiten klar definiert sind
- Fehler oder Manipulationen verhindert werden
Optimierung von Reportingprozessen
Ein Interim Manager kann Reportingprozesse strukturieren und modernisieren.
Typische Maßnahmen sind:
- Standardisierung von Reports
- Automatisierung von Datenanalysen
- Einführung moderner Reportingtools
- Verbesserung der Datenqualität
Dadurch stehen dem Management schneller relevante Informationen zur Verfügung.
Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen
Interim Compliance Manager unterstützen Unternehmen auch bei der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben.
Dazu gehören beispielsweise:
- Anpassung von Rechnungslegungsprozessen
- Dokumentation von Finanzprozessen
- Schulung von Mitarbeitenden
- Vorbereitung auf externe Prüfungen